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Künstliche Intelligenz: Wie sie unsere (Arbeits-)Welt verändert und was das für uns bedeutet

Künstliche Intelligenz: Wie sie unsere (Arbeits-)Welt verändert und was das für uns bedeutet

Der Buchdruck, die Dampfmaschine, der Computer – die Geschichte gibt uns viele Beispiele für Technologien, die unsere Welt nachhaltig verändert haben. Eine Technologie, die gerade erst begonnen hat, unser Leben und unsere Arbeitswelt zu revolutionieren, ist die künstliche Intelligenz (KI). Wenn von künstlicher oder auch artifizieller Intelligenz die Rede ist, betrifft das ein Teilgebiet der Informatik, das sich damit befasst, Computern intelligente Vorgehens- und Verhaltensweisen zu ermöglichen. Computer sollen eigenständig Problemlösungen entwickeln und menschliche Denkprozesse nachahmen können. Während gewöhnliche Computerprogramme nur können, was der Mensch ihnen einprogrammiert hat, können künstliche Intelligenzen selbständig lernen und reagieren.

Nicht nur „Zukunftsmusik“: wie KI-Technik heute schon unseren Alltag erobert hat

Für viele von uns klingt künstliche Intelligenz immer noch nach Science-Fiction. Unwillkürlich denken wir an die Hollywood-Vision von Robotern mit übermenschlichen Fähigkeiten, die schließlich zur Bedrohung für die Menschheit werden. Schon erscheint uns das Thema sehr weit weg. Tatsächlich aber ist die KI schon in unserem Alltag angekommen. Virtuelle Assistenten, die mit Bild- oder Spracherkennung arbeiten, begegnen und uns ganz alltäglich am Computer oder auf dem Smartphone. Alexa, Siri, Cortana & Co. kennen unsere Musik-Vorlieben, assistieren uns beim Online-Shopping oder durchsuchen für uns das Internet nach Informationen. Navigationssysteme im Auto verarbeiten Verkehrsinformationen in Echtzeit und suchen den schnellsten Weg für uns.
Und in Zukunft wird der Einfluss der neuen Technologien auf unseren Alltag noch wachsen. An vielen Ideen wird bereits mit Hochdruck geforscht.

Technologien mit unüberschaubarem Potential und vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten

Während Beispiele für Alltagsanwendungen noch den Eindruck vermitteln könnten, künstliche Intelligenz sei vor allem dazu geeignet „Luxus-Probleme“ zu lösen, zeigen Beispiele aus Wirtschaft und Medizin, wie bedeutsam und zukunftsweisend sie wirklich ist.

KI-Systeme können unvorstellbare Datenmengen in kürzester Zeit analysieren und gegebenenfalls auf Veränderungen blitzschnell reagieren. Nutzen lässt sich das in vielen Bereichen: Qualitätsmanagement, Produktionsoptimierung, Analyse von Marktentwicklungen oder Kundenverhalten, Energie- und Logistikmanagement oder Korrespondenzbearbeitung sind nur einige Beispiele. Wo heute noch Menschen planen und agieren, werden vielleicht morgen schon Computer die Entscheider sein.

Ebenso zahlreich sind die Anwendungsmöglichkeiten im medizinischen Bereich. Schon heute kommt KI-Technik in einigen Kliniken zum Einsatz, wenn es um das Erstellen von Diagnosen geht. Sie ist in der Lage medizinische Daten sehr schnell zu analysieren und mit Daten zu entsprechenden Krankheitsbildern abzugleichen. Auch die intelligente Bilderkennung wird, z.B. bei der Erkennung von Hautkrebs, bereits eingesetzt. Klinikabläufe und Behandlungsplanung werden zunehmend durch KI-Systeme optimiert. Das Personal soll dadurch mehr Zeit für die Patienten gewinnen. Sogar ganz praktische Aufgaben, wie die Durchführung von Operationen oder pflegerische Tätigkeiten, könnten bald Roboter übernehmen oder zumindest dabei assistieren.

Was bedeutet KI-Technik für die Arbeitswelt von morgen?

Wer in Zukunft den Kundenservice eines Unternehmens kontaktiert, wird vielleicht nicht mehr mit einem Menschen kommunizieren, sondern mit einem Computer, der sich kaum von einem menschlichen Gesprächspartner unterscheidet. Auch das selbständig fahrende Auto ist auf dem besten Weg, in Zukunft unsere Straßen zu erobern. Und in der Kosmetikindustrie soll zukünftig die Bilderkennung Haut- und Haarstrukturen analysieren und Kunden entsprechende Produkte empfehlen.

Das sind durchaus realistische Zukunftsvisionen, die futuristisch und interessant klingen, aber eben auch Ängste schüren. Denn wo bleiben die Menschen, wenn wir den Kundenberater, den Taxifahrer, die Kosmetikerin und viele andere einfach nicht mehr brauchen? Obwohl vieles noch sehr weit weg ist, zeichnet sich bereits ab, dass Computer bald zahlreich menschliche Aufgaben übernehmen könnten. Dabei werden sie bei vielen Dingen sogar schneller und effizienter arbeiten als Menschen – und auch noch kostengünstiger sein. Obwohl klare Prognosen nicht möglich sind, scheint absehbar, dass so mancher Arbeitsplatz wegfallen wird. Gleichzeitig könnte sich die jetzt schon feststellbare Aufspaltung der Gesellschaft in wenige, gut verdienende, hoch qualifizierte Arbeitnehmer und viele ungelernte Geringverdiener verstärken. Der Grund: Wo kluge Maschinen eingesetzt werden, wird weniger menschliches Denkvermögen gebraucht. Die Maschine lenkt, der Mensch führt nur noch aus und braucht dafür keine besondere Qualifikation.

Natürlich können durch die neuen Technologien auch ganz neue Jobs entstehen. Maschinen bleiben Maschinen und werden auf absehbare Zeit nicht ohne Wartung und Betreuung durch Menschen auskommen. Und noch etwas macht Menschen in vielen Bereichen unersetzbar: Eigenschaften wie komplexe Kreativität, Empathie und Intuition wird so schnell kein Computer erlernen können, gebraucht und gewünscht werden sie aber fast überall. Mensch und KI können und müssen sich am Arbeitsplatz also zukünftig ergänzen – wie das letztlich aussehen wird, bleibt abzuwarten.

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